Schütze was du liebst

Die Berge von Sichuan. / Quelle: Uni-Erlangen.de
Natürlich hat sich in den Jahren vieles für den Panda zum negativen verändert. Doch mitlerweile geht es wieder aufwärts. Die größte Bedrohung für den Pandabär, ist das Wachstum der chinesischen Bevölkerung. Der Panda lebt in dichten Bambuswäldern, in 1500-3650 Metern Höhe. Dort waren früher kaum Menschen anzutreffen, die dem Panda gefährlich werden konnten. Doch mit der Bevölkerungsexplosion in China, mußte der Mensch sein Geltungsbereich ausdenen, auch in diese Regionen. Die Wälder, in denen der Panda lebte, wurden abgeholzt, so das der Panda sich immer weiter zurückziehen mußte.
Mitlerweile hat sich aber viel geändert. Die chinesische Regierung hat erkannt, was für einen unsagbaren, kostbaren Schatz sie in den Wäldern von Sichuan, in den Bergen von Gansu und den Bergen von Shaanxi, ihr Eigen nennt.
Logo des World Wildlife Fund

Anfang der 80er Jahre, mißbrauchte die chinesische Regierung den Pandabär noch als Divisen-Beschaffungsmittel. Zoos in aller Welt zahlten hohe Summen, um ein Pandapäarchen ihren Besuchern präsentieren zu können. 1980 war es auch, als das erste Schutzreservat für den Panda errichtet wurde, das Wolong-Naturreservat. Im Schutzgebiet errichtete der World Wildlife Fund, zusammen mit dem chinesischen Forstministerium ein Studienzentrum für Pandabären ein.
1984 wurde der Panda dann auf die Liste der vom aussterben bedrohten Tiere gesetzt.
Die chinesische Regierung erhöht die Schutzmaßnahmen. Wilderer, die beim Panda jagen erwischt wurden, erwartet die Todesstrafe. Diese abschreckende Maßnahme war erforderlich, da das Pandafell weiterhin heiß begehrt war. Ein Wilderer bekam für ein Pandafell, die stattliche Summe von 600-700 Dollar. Das war/ist in China eine große Summe. Allerdings sind das nur Pfennige, wenn man sieht, was die Hintermänner mit dem Fell-Verkauf verdienen. Es ist keine Seltenheit, wenn so ein Pandafell mal für 20000-30000 Dollar den Besitzer wechselt.
In den 90er Jahren wurden weitere Schutzgebiete für den Panda errichtet, so das die Population bei 1000 Tieren stabilisiert werden konnte.
Das Problem war jedoch, das die Gebiete untereinander keine Verbindung hatten. Zum Ende der 90er Jahre wurden die ersten Gebiete zusammengefügt und demnächst werden weitere folgen.

Es geht vorran

Xiang Xiang / Quelle: Li Wei, China Foto Press
2006 entwickelte sich zu einem guten Jahr für den Fortbestand des großen Pandabären.
Nach neusten Zählungen hat sich der Pandabestand gegenüber den 90er Jahren um fast 50 Prozent erhöht. Zählte man Anfang der 1992 noch 1000 Tiere in freier Wildbahn, sind es aktuell (2006) 1590. Die teure und zeitaufwendige Arbeit, die der WWF, die Chinesische Regierung und viele weitere Helfer und Hilfsorganisationen in China leisten beginnt sich endlich auszuzahlen.
So konnte erstmals im April 2006 der Panda Xiang Xiang, der vom Menschen aufgezogen wurde, in die Freie Wildbahn entlassen werden. Ausgestattet mit einem GPS Sender lieferte er den Forschern wertvolle Informationen.
Leider wurde Xiang Xiang im Februar 2007 tot aufgefunden.

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